So können Sie Fachkräfte online finden

Wenn Sie Fachkräfte online finden wollen, müssen Sie selbst online sein

Nehmen Sie für einen Moment den „Unternehmer-Hut“ ab und setzen Sie sich den „Privatmann-Hut“ auf. Gehen Sie online und surfen Sie auf Tik-Tok, YouTube, Instagram und Facebook. Was sehen Sie? Sehen Sie auf „hochglanz“ getrimmte Imageanzeigen von Unternehmern? Tolle Stellenanzeigen und phrasen wie „übertarifliche Bezahlung“? Wohl kaum.

Wie einfach war es doch – damals. Als man seine „Stellenanzeige“ (fürchterliches Wort, genauso graumsam wie Fremdenzimmer), bei der örtlichen oder überregionalen Tages- oder Fachzeitung in Auftrag gab. Schön nach Schema „F“. Zuerst mal WIR sind, WIR suchen. Dann WIR fordern von Ihnen und wenn SIE das und jenes nicht mitbringen, bitte nicht bewerben. Und weil wir die neuen „Kollegen“ nicht schätzen, darf es auch ruhig mal eine Kleinanzeige im Fließtext sein. Darf ja nichts kosten.

Wandel im Recruting Business

Gott sei dank, oder besser Fachkräftemangel sei dank, hat sich bei vielen Arbeitgebern die innere Einstellung geändert. Aus der Not und oftmals unter Zwang haben sich Arbeitsbedingungen und Löhne diesem Mangel angeglichen. Übertarifliche Bezahlung zu erwähnen ist heute unnötig, arbeitet doch kaum noch jemand für die dort angegebenen Lohnbedingungen. Abgesehen von Berufseinsteigern vielleicht.

Vielmehr wird heute auf Work-Life-Balance gesetzt. Man spricht die potenziellen neuen Mitarbeiter auf emotionaler Ebene an. Verbündet sich in Vereinen, um nach Aussen zu demonstrieren: wir sind Fair, wir sind anders (geworden) und wir führen darum ein Qualitätssiegel.

Blenden allein reicht nicht um Fachkräfte online zu finden

HR-Manager/innen sind heute die wohl wichtigsten Mitarbeiter im Gastgewerbe geworden. Ganze Landstriche haben Restaurants durch Betriebsschließungen verloren, weil kein Koch mehr vorhanden ist. Der Generationswechsel, der es nötig machte die zweite Reihe in die vorderste zu holen, war schlecht vorbereitet und traf Betriebe dadurch doppelt. Da reicht es heute nicht mehr, nur noch so zu tun, als ob man die Mitarbeiter versteht. Schichtdienste abschaffen oder Zuschläge zahlen, die in anderen Branchen seit Ewigkeiten eine Selbstverständlichkeit sind.

Was wollen Fachkräfte online finden?

Versetzen Sie sich daher in die Lage der Mitarbeiter. Wie? Bewegen Sie sich dort, wo sie sich bewegen. Gehen Sie online. Mischen Sie sich unter das Volk – wenn auch nur virtuell. Kommunizieren Sie direkt mit Interessenten, wenn diese schon auf eine Anzeige bei Facebook oder besser: auf einen ganz normalen Post reagieren. Durchbrechen Sie starre Bewerbungswege. Nutzen Sie die Chance auf Interaktion. Das ist es, was Ihre zukünftigen Mitarbeiter erwarten. Einen Chef auf Augenhöhe. Eine Chefin mit der man reden, chatten und auch mal kontrovers diskutieren darf.

Mensch sein – statt Chef

Das Internet, insbesondere die sozialen Medien, eignen sich hervorragend, um Ihre menschliche Seite nach vorne zu tragen. Sie haben einen Hund? Zeigen Sie sich und Ihre Familie mit dem Hund im Wald, am Strand oder in den Bergen. Wer mag schon keine Hunde? Dieses Image transferieren Sie auf sich, wenn Sie persönliche Bilder von sich preisgeben.

Sie kochen leidenschaftlich gern regionale Produkte? Das war der Grund, warum Sie Ihr Restaurant eröffnet haben? Teilen Sie Ihre Leidenschaft. Verraten Sie Rezepte und geben Sie Geheimtipps. Das zeigt nicht nur zukünftigen Gästen, was sie alles tolles erwarten dürfen. Das zeigt auch einem Jungkoch, dass er bei Ihnen was lernen kann.

Die richtige Zielgruppe über den richtigen Kanal ansprechen

Die sozialen Medien bieten Ihnen eine Fülle von Möglichkeiten, sich von Ihrer besten Seite zu zeigen. Je nach Zielgruppe müssen Sie nur noch die richtige Sprache, Bildsprache und den richtigen Kanal auswählen. Dazu verschiedene Medienformen kombinieren und im Redaktionsplan einen roten Faden finden. Schon kann eine Onlinemarketingstrategie aus der Taufe gehoben werden.

Kennen Sie die einzelnen Kanäle und wer sich da so tummelt?

Ohne zu groß in die Details zu gehen, kann man das ganze wie folgt aufteilen:

  • Snapchat und TikTok für die ganz Jungen
  • Facebook für alle Altersklassen ab 21 Jahren
  • Instagram für vorwiegend Frauen
  • XING für weniger international ausgerichtete Mitarbeiter
  • LinkedIn für Fachkräfte die auch schon mal über den nationalen Tellerrand geblickt haben
  • YouTube für alle Altersklassen

Was wie anbieten?

Jeder Kanal hat seinen Medienliebling. Menschen auf YouTube wollen verständlicherweise Videos sehen. Doch welche Art? Wie lange? TikTok hat doch auch Videos. Aber eben nur kurze. Wie hochwertig müssen heute Bilder auf Instagram sein, um überhaupt noch Klicks zu erzielen? Und warum ist es wichtig, auf LinkedIn auch mal längere Beiträge mit tiefergehendem Inhalt anzubieten?

All das sind Fragen, die Sie beantworten können sollten, wenn Sie erfolgreich werben wollen. Nicht nur für Fachkräfte. So wie Sie der Insider, der Branchenkenner oder die Fachfrau im Gastgewerbe sind und Ihr Fokus in den betrieblichen Abläufen ist, so habe ich meinen Schwerpunkt im Marketing.

MEHR INFOS GEFÄLLIG?

Möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren? Ich lade Sie ein, mich persönlich kennen zu lernen. In einem kostenfreien und unverbindlichen Kennenlern-Telefonat können Sie mir verraten, was Sie genau an diesem Thema fasziniert und wie Sie das Wissen in Ihrem Betrieb einsetzen möchten. Gern gebe ich dann dazu weitere Tipps zur Umsetzung.

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